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Active Scans legen SPSen lahm. Wie passive Erkennung, Asset-Discovery und IEC 62443 in Produktionsumgebungen funktionieren.
Edouard Jacques
Managing Director, Cyber Culture
In der Produktions-IT (OT) gilt: Verfügbarkeit schlägt Vertraulichkeit. Ein active Vulnerability Scan, der eine SPS in Pause schickt, kann eine Produktionslinie für Stunden stilllegen – mit Schäden in fünfstelliger Höhe pro Stunde. Klassische IT-Vulnerability-Tools sind hier nicht einsetzbar oder müssen massiv umkonfiguriert werden.
Spezialisierte Plattformen wie Tenable.ot, Claroty, Nozomi Networks und Dragos haben sich etabliert. Sie kombinieren passive Asset-Discovery, OT-Schwachstellen-Datenbanken (ICS-CERT, Siemens ProductCERT) und Anomalie-Detection für SCADA-Protokolle wie Modbus, Profinet und OPC UA.
Die IEC 62443 ist der internationale Standard für OT-Sicherheit. Sie definiert Zonen, Conduits und Security Levels. Vulnerability Management ist ein expliziter Bestandteil – allerdings mit anderen SLAs als in der IT (typisch: Critical < 90 Tage statt < 7 Tage). NIS2 verweist für KRITIS-Sektoren explizit auf IEC 62443.
In den meisten Mittelständlern sind IT- und OT-Sicherheit organisatorisch getrennt. Produktionsleiter und IT-Leiter sprechen oft nicht dieselbe Sprache. Erfolgreiche OT-VM-Programme starten mit einem gemeinsamen Lenkungskreis und einem klaren Verantwortungsmodell.
Wir haben OT-Vulnerability-Programme bei produzierenden Unternehmen aus Maschinenbau, Lebensmittel und Chemie aufgebaut. Inklusive Tool-Auswahl, IEC-62443-Konformitätsprüfung und NIS2-Dokumentation. Sprechen Sie uns an, wenn Sie eine Produktionsumgebung verantworten.
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Managing Director, Cyber Culture
Edouard ist DevSecOps-spezialisierter Informatiker mit über 9 Jahren Erfahrung in IT- und Sicherheitsberatung. Er unterstützt Organisationen dabei, ihre Sicherheitslage durch eine proaktive, menschenzentrierte Cybersecurity-Kultur zu stärken.
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