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Wer beides verwechselt, zahlt doppelt. Warum Patch- und Vulnerability-Management zwei getrennte Disziplinen sind.
Edouard Jacques
Managing Director, Cyber Culture
„Wir patchen jeden Monat – also haben wir Vulnerability Management." Diese Aussage hören wir regelmäßig in Erstgesprächen. Sie ist gefährlich, weil sie ein Sicherheitsgefühl vermittelt, das die Realität nicht hergibt. Patch-Management und Vulnerability Management sind zwei unterschiedliche Disziplinen mit unterschiedlichen Zielen.
Klassisches Patch-Management adressiert in der Regel Microsoft-Updates, manchmal noch Drittanbieter-Software wie Adobe oder Java. Es deckt typischerweise 30-50 % der tatsächlich relevanten Schwachstellen ab. Was bleibt:
Vulnerability Management umfasst den gesamten Lifecycle: Identifikation, Bewertung, Priorisierung, Behebung (Patch oder Workaround) und Verifikation. Patch-Management ist eine von mehreren Behebungs-Optionen. In jedem ausgereiften Programm sind 20-30 % der geschlossenen Findings keine Patches, sondern Konfigurations-Härtungen, Netzwerk-Segmentierungen oder Kompensationsmaßnahmen.
Ein Mittelständler aus dem produzierenden Gewerbe hat uns berichtet: Patch-Compliance laut WSUS bei 96 %, Vulnerability-Backlog laut Tenable bei 4.200 offenen Findings. Beide Aussagen waren korrekt. Der Patch-Bericht ging an die Geschäftsführung, der Vulnerability-Report blieb beim IT-Leiter. Beim ISO-27001-Audit wurde diese Diskrepanz zur Major Non-Conformity. Ergebnis: 4 Monate Verzögerung der Zertifizierung.
Trennen Sie die zwei Reportings sauber: Patch-Compliance ist eine operative Kennzahl der IT, Vulnerability-Backlog ist eine Risiko-Kennzahl für die Geschäftsführung. Wir helfen Ihnen, beide Welten in einem konsistenten Operating Model zusammenzuführen – mit klaren KPIs für IT, ISB und Vorstand.
Ihre nächsten Schritte
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Managing Director, Cyber Culture
Edouard ist DevSecOps-spezialisierter Informatiker mit über 9 Jahren Erfahrung in IT- und Sicherheitsberatung. Er unterstützt Organisationen dabei, ihre Sicherheitslage durch eine proaktive, menschenzentrierte Cybersecurity-Kultur zu stärken.
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