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Wer Lieferanten anlegen UND Zahlungen freigeben kann, ist eine offene Tür. Die fünf gefährlichsten SoD-Konflikte im Mittelstand.
Edouard Jacques
Managing Director, Cyber Culture
Segregation of Duty (SoD) ist das Prinzip, kritische Geschäftsprozesse so aufzuteilen, dass keine Einzelperson sie missbrauchen kann. Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht – in unseren IAM-Audits finden wir in praktisch jedem Mittelständler mehrere kritische SoD-Konflikte. Hier sind die fünf häufigsten.
Die Standardroute für Rechnungsbetrug: Eine Person legt einen fiktiven Lieferanten an, erstellt eine Rechnung und gibt die Zahlung selbst frei. Auflösung: Lieferanten-Stammdaten dürfen nur von einer dezidierten Person geändert werden, Zahlungsfreigaben benötigen Vier-Augen-Prinzip ab definiertem Schwellenwert.
Ein IT-Admin, der Konten anlegen UND Rollen zuweisen kann, kann sich selbst Privilege Escalation verschaffen. Auflösung: User-Anlage und Rechtevergabe sind unterschiedliche Rollen. In Microsoft-Umgebungen: Privileged Identity Management (PIM) für temporäre Admin-Rechte.
Klassisch im Buchhaltungsumfeld. Auflösung: ERP-Workflow zwingt zwei verschiedene Personen zur Buchungsfreigabe ab definiertem Betrag.
Verbreitet in Unternehmen ohne strukturiertes Beschaffungssystem. Auflösung: Zentrale Bestellannahme oder definierte Vier-Augen-Wareneingangskontrolle.
Wer HR-Daten ändern und Gehälter auszahlen kann, kann sich selbst Boni verschaffen. Auflösung: HR-Stammdaten und Lohnlauf in unterschiedlichen Rollen, vier Augen bei Sonderzahlungen.
Moderne IAM-Tools (SailPoint, Saviynt) bringen SoD-Regelwerke mit, die diese Konflikte automatisch erkennen. Wir definieren das SoD-Regelwerk in einem Workshop mit Compliance, Internal Audit und Fachbereichen und prüfen Ihre bestehende Berechtigungsmatrix dagegen.
Ihre nächsten Schritte
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Managing Director, Cyber Culture
Edouard ist DevSecOps-spezialisierter Informatiker mit über 9 Jahren Erfahrung in IT- und Sicherheitsberatung. Er unterstützt Organisationen dabei, ihre Sicherheitslage durch eine proaktive, menschenzentrierte Cybersecurity-Kultur zu stärken.
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